Tipp des Monats

A

Minimundus - Thomas Doss

Seine Erfahrungen mit jungen Dirigenten und Jugendorchestern inspirierte Thomas Doss zu diese Suite. In jedem der vier Teile schuf er eine andere, frei interpretierbare "Klangwelt": eine "Ouvertüre", die ein Fest ankündigt, eine prachtvolle "Pastorale" in der Dämmerung, das "Lamento", das vom Himmel herabzukommen scheint, und schließlich eine farbenreiche, feurige "Danza" - ideal für junge und jung gebliebene Orchester und Dirigenten mit viel Fantasie!

B

Capriccio - Alois Wimmer

Ein Capriccio ist ein Musikstück von freiem, spielerischem und scherzhaftem Charakter, das sich wenig bis gar nicht an tradierten musikalischen Formen orientiert. Besonders beliebt waren Capriccios ab dem 18. Jahrhundert. Alois Wimmer schuf mit seinem Capriccio ein Werk im mittleren Schwierigkeitsgrad, das in der österreichischen Bläsersinfonik bereits als so etwas wie ein wahrer Klassiker bezeichnet werden kann. In der Wertungsspielsaison 2007/2008 war es Pflichtstück in der Oberstufe (heute Stufe C).

C

Ferne Weite - Rolf Rudin

Das Werk entstand als Auftragskomposition für das Jugendorchester des Blasmusikverbandes Vorspessart und sollte geeignet sein, als Wettbewerbsstück verwendet zu werden. Gerade der Anfang des Werkes ließ den Komponisten an einen Blick über eine weite Landschaft denken. Allerdings steht der Titel des Stückes nicht für eine bestimmte Landschaft, sondern für jedwede mit weitem Horizont; welche - das mag der Hörer selbst assoziieren. 2009/10 war das Stück Pflichtstück in der Stufe B des Österreichischen Blasmusikverbandes. Aufgrund der entsprechenden Schwierigkeit kann das Stück in Zukunft in der Stufe C als Selbstwahlstück gespielt werden.

D

Tabula Rasa - Helmut Kogler

Die leere Tafel, das weiße Blatt Papier - Sinnbilder für das unbeschriebene Gedächtnis, frei von Eindrücken - erst durch Erfahrungen wird es geprägt. Davor noch die Geburt - ein erschöpfender Prozess - der Ausgangspunkt für kreatives Handeln. Die Motivation und die Entscheidung sich einer Herausforderung zu stellen, Eindrücke zu sammeln, aus dem Erlebten neue Schlüsse zu ziehen und Fähigkeiten zu entwickeln. Die Erinnerungen wachsen - die Tafel wird beschrieben. Mit Erfahrungen, Worten und Gedanken. Die eine Tafel füllt sich stetig - wird immer voller. Irgendwann wird sie zu klein. Das Handeln ringt nach neuem Raum, eine Entscheidung will getroffen werden - Tabula Rasa - ein Neuanfang… Das Stück wurde ursprünglich in den Jahren 2005 - 2007 als erstes großes Werk des Komponisten verfasst, jedoch erst 2015 fertig gestellt. Der Titel "Tabula Rasa" steht einerseits für die ersten Erfahrungen des Komponisten beim Schreiben für großes Blasorchester und andererseits für den Wandel der Zeit dem wir unausweichlich unterworfen sind. Tabula Rasa wurde am 12. April 2018 mit der Polizeimusik Oberösterreich im Linzer Brucknerhaus uraufgeführt.

E

The Unknown Journey - Philip Sparke

The Unknown Journey wurde von der 1954 gegründeten Kwansei Gakuin University Symphony Band, die zu den besten Universitäts-Blasorchestern Japans zählt, in Auftrag gegeben. Der Komponist wählte diesen Titel, da das Stück seinen eigenen Schwung zu entwickeln scheint, indem es langsam beginnt und das Tempo sich kontinuierlich steigert. Zum Ende hin verwandelt es sich allmählich in die Schlusstakte von Ravels La Valse, ein Stück, das die Idee des unaufhaltsamen Schwungs perfekt beschreibt.